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ÜBER MICH

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Larissa Scheckenbach beschäftigt sich zurzeit mit zwei Werkserien:

Die selbst von MS betroffene Künstlerin setzt sich aktivistisch mit medizinischen Themen und den oft unsichtbaren Realitäten chronischer Erkrankungen auseinander. Nicht nur bezieht sie als Betroffene eigene Erfahrungen ein, sondern thematisiert auch gesellschaftliche und strukturelle Probleme, sowie das Erleben von Zeit und Veränderung. 

"Im Juni 2019 erhielt ich, nach meinem ersten und bisher einzigen Schub, die Diagnose Multiple Sklerose. MS ist eine chronische und entzündliche Autoimmun- erkrankung, bei der mein Immunsystem die Umhüllung meiner Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark angreift. Seitdem begleiten mich nicht nur die Symptome, sondern auch Themen wie gesellschaftliche Stigmatisierung, Medikation, Medical-Gaslighting, fremde und eigene Erwartungshaltungen sowie die Diskrepanz zwischen sterilen medizinischen Beschreibungen und fühlendem Individuum."

Darüber hinaus untersucht Scheckenbach die Visualisierung von Denkprozessen. Ausgangspunkt dieser Arbeiten ist die Beobachtung, dass Gedanken nicht linear verlaufen, sondern sich in unterschiedlichen Strukturen organisieren: Sie können sprunghaft, diffus oder eng miteinander vernetzt sein, sich wiederholen, umeinander kreisen oder in einem fortwährenden Wechselspiel aufeinander reagieren. Diese flüchtigen mentalen Bewegungen dienen als Grundlage für einen abstrakten Formenkatalog, der wiederkehrende Muster des Denkens sichtbar macht. 

Durch Kombination und Überlagerung entstehen komplexere Bildgefüge, die den Prozess des Reflektierens, Erinnerns und Assoziierens nachvollziehbar machen. Scheckenbachs Werke untersuchen, wie sich Gedanken verdichten, verzweigen, gegenseitig beeinflussen und wie aus einzelnen Impulsen komplexe innere Diskurse entstehen. In großformatigen Arbeiten verbindet Scheckenbach diese abstrakten Strukturen teilweise mit gegenständlichen Bildebenen. Die Ebenen werden transparent übereinander geschichtet und verdeutlichen, dass Denken niemals losgelöst von Wahrnehmung, Erinnerung oder Erfahrung stattfindet. Gegenständliche Motive fungieren als Spuren äußerer Eindrücke, persönlicher Erinnerungen oder emotional besetzter Erfahrungen, die sich fortwährend mit den abstrakten Denkstrukturen verschränken. Das Werk wird dadurch zum Ort, an dem innere und äußere Realität gleichzeitig präsent sind.

​​

CV

geboren 1995 in Madgeburg

lebt und arbeitet in Hamburg

B.A. Kunstgeschichte/ Geschichte Göttingen

M.A. Kunstgeschichte, Kuratorische Studien

Ehrenamtlich bei aMStart tätig

Ausstellungen (Auswahl)

2026

// Ausstellung ohne Namen, Galerie ohne Namen, Hamburg (Duo)
// Faszination Dimension, Schloss Nymphenburg, München (Group)
// Neuronale, Frankfurth am Main (Group)
// Kämpferherzentreffen, Kassel


 

2025

// Auf Augenhöhe, Museum Schloss Gottorf, Schleswig (Group)
// Pillen und Pigmente, UMG, Göttingen (Solo)

// Millerntor Gallery, Hamburg
// Kämpferherzentreffen, Kassel

 

2024

// BIZ, Hassfurth  (Solo)
// Inc Art Fair, Hamburg
// Ateliergemeinschaft am Pflugacker, Hamburg (Group)
// Kämpferherzentreffen, Kassel

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Publikationen 
 

Als Künstlerin

// Werkabbildung "Stillleben mit Sehrstörung", in: Auf Augenhöhe. Künstlerische Selbstproträts des frühen 20. Jahrhunderts, 2025. (Katalog)

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Als Kunsthistorikerin/Autorin

// Der Künstler hinter den Linien. Rembrandt radierte Selbstbildnisse, in: Martin van Gelderen/Ivan Gaskell (Hg.), Rembrandt radiert... sich selbst, seine Stadt, seine Zeit, Ausstellungskatalog Weihnachten mit Rembrandt, ImFlurGalerie, Göttingen 13. November 2025 - 12. November 2026, Göttingen 2025, S. 17-42.

// Der Zeichner und sein Modell, in: Martin van Gelderen/Ivan Gaskell (Hg.), Rembrandt radiert... sich selbst, seine Stadt, seine Zeit, Ausstellungskatalog Weihnachten mit Rembrandt, ImFlurGalerie, Göttingen 13. November 2025 - 12. November 2026, Göttingen 2025, S. 198-201.

// Die Grenzen der Malerei. Eine kunsthistorische Rekapitulation, mit Dr. Anna Luise von Campe, in: 15. salondergegenwart, Hamburg 2025.

Als Künstlerin

// All Star Panel. Kreative Entfaltung, Kämpferherzentreffen, 2026.

// Kunst und Krankheit. Ausdruck, Aktionismus, heilung?, Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen, 2025.

Als Kunsthistorikerin

// Der feine Strich, Ausstellung in der Same Same Galerie, Hamburg, Eröffnungsrede, 2026.

Vorträge
 

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